Hinweis zu den Online-Vorträgen :

Voraussetzung für Ihre Teilnahme ist ein PC, Tablett oder Smartphone. Bitte melden Sie sich bis spätestens am Dienstag vor dem Vortrag unter info@stiftung-oldenburger-wall.de oder telefonisch unter 0177-144 2596 an und nennen Sie uns die Mailadresse  mit der Sie teilnehmen wollen. Dorthin senden wir Ihnen zeitgerecht den elektronischen Teilnahme-Link.

 

Hier einige Details zu den nächsten Vorträgen :

 

Donnerstag, den 31.03.2022, 19 Uhr Dr. Rosemarie Cordie:

„Vergangenheit neu sehen! Archäologische Rekonstruktionen mithilfe von Augmented Reality.“

Das Beispiel des transnationalen EU-LEADER-Projektes (2017-2020) Antike Realität mobil erleben in Luxemburg und Rheinland-Pfalz. Die Wissensvermittlung archäologischer und historischer Erkenntnisse hat durch das wachsende Interesse einer breiten Öffentlichkeit an der Archäologie stark zugenommen. Dabei ist die Vermittlung von Forschungsergebnissen keine neue Herausforderung und wird seit vielen Jahrzehnten in unterschiedlichen Formaten praktiziert. Unterschiedlich sind allerdings die Methoden, Denkmäler zu rekonstruieren und visuell ins Bild zu setzen. Im Vortrag werden neue Methoden der Rekonstruktion vorgestellt, die in dem EU-geförderten Projekt an 110 Standorten in Rheinland-Pfalz und Luxemburg mit neun Lokalen-Aktions-Gruppen (LAG) und mehr als 90 Kommunen umgesetzt wurden. Das Projekt wurde 2021 erfolgreich abgeschlossen. Es ist gelungen, Tourismus und Erleben des archäologischen Erbes miteinander zu verbinden.

Zur Person:

Dr. Rosemarie Cordie ist Archäologin. Nach der Promotion bei Prof. Dr. M. Müller-Wille arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in zwei großen DFG-Projekten und war vor allem mit der Aufarbeitung der Gräber im keltisch-römischen Gräberfeld und Ausgrabungen in der Siedlung von Wederath-Belginum im Hunsrück betraut. Seit 2000 hat sie den Archäologiepark Belginum aufgebaut und war bis 2020 dessen Leiterin. Darüber hinaus war sie ab 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Klassische Archäologie der Universität Trier. Beratend ist sie in Tourismusorganisationen und Verbänden tätig, seit vielen Jahren engagiert sie sich in Fördervereinen und Freundeskreisen von Museen und Instituten in Vorstandsfunktionen.


Die Bisherigen Vorträge waren :

 

Donnerstag, den 17.03.2022, 19 Uhr Prof. Dr. Ben Krause-Kyora:

„Epidemien und Krankheiten des Mittelalters“

Epidemien, Seuchen, Pandemien, alles keine Erfindungen der Neuzeit, sondern es gab sie bereits über die ganze Menschheitsgeschichte. Die Pest, die spanische Grippe und Lepra löschten ganze Bevölkerungsteile aus, veränderten Verläufe und Entwicklungen in der Geschichte. Die Corona-Pandemie zeigt uns, dass wir trotz anderer Hygienestandards, medizinischer Fortschritte und vielerlei Ursachenforschung nicht vor dem Auftreten solcher Krankheiten gefeit sind. Der Referent erforscht seit einigen Jahren die Seuchen unserer Vorfahren, indem er alte DNA analysiert. Mit den Ergebnissen will man Rückschlüsse auf die Krankheiten von heute ziehen: Verläufe, deren Ausprägungen und genetische Anpassungen besser verstehen. So sind u.a. Krankheitserreger von Pest und Lepra Themen seiner Forschung, die sich an der spannenden Schnittstelle zwischen Archäologie und Medizin befindet.

Zur Person:

Prof. Dr. Ben Krause-Kyora hat Biochemie und Ur- und Frühgeschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel studiert. Im Jahr 2011 promovierte er mit dem Thema „Molekulargenetische und archäologische Untersuchungen zur Domestikation und Züchtung des Schweins (Sus scrofa)”;“ bei Prof. Dr. von Carnap-Bornheim und Prof. Dr. Dittmar. Seit 2014 hat er eine Juniorprofessur und seit 2021 eine Professur am Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) der Universität Kiel inne und arbeitet im Sonderforschungsbereich 1266 der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem Titel „Transformations-Dimensionen – Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen in prähistorischen und archaischen Gesellschaften“.

 

Donnerstag, den 03.03.2022, 19 Uhr MA Stephan Meinhardt:

„Ausgegraben: Starigard Oldenburg“

Es ist vielen Bürgern der Region nicht mehr so bewusst, dass Oldenburg früher einmal ein bedeutender Handelsplatz, slawischer Fürstensitz und sogar einmal Bischofssitz war. Doch wie kommt man auf diese Einschätzung? Welche Funde hat es bei den umfangreichen Grabungen auf dem Ringwall inmitten der Stadt gegeben, welche historischen Quellen stützen die archäologische Interpretation? Die Einladung zu diesem Vortrag darf sehr gerne an alle jüngeren und Neu-Bürgern in unserer Region weitergegeben werden.

Zur Person:

Stephan Meinhardt hat Ur- und Frühgeschichte sowie mittlere und neuere Geschichte an der Universität Kiel studiert und dort mit dem Titel des Magister Artium abgeschlossen. In seiner Magisterarbeit bei Prof. Dr. W. Ulrich Müller und Dr. Sunhild Kleingärtner beschäftigte er sich mit slawenzeitlichen Edelmetalldepots aus Mecklenburg-Vorpommern als Quelle wirtschaftlichen Wandels im frühen und hohen Mittelalter. Nach dem Studium war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Dezernat Denkmalschutz und Inventarisation am Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein tätig, bevor er im Jahr 2014 die Geschäftsführung der Oldenburger Wallmuseum Betreibergesellschaft mbH übernahm.

17.02.2022 Online-Vortrag
"Archäologische Freilichtmuseen zwischen experimenteller Archäologie und Großevent: Versuch einer Einordnung“ 
von Dr. Frank Andraschko

29.04.2021 Online-Vortrag

"Das Wikingerschiff – Wurzeln, Schiffbau und Entwicklung"

von Dr. Sven Kalmring

Wir laden alle Mitglieder sowie alle Interessierten herzlich zu einem Online-Vortrag ein. Der Referent, Dozent Dr. Sven Kalmring wird uns in dem Vortrag »Das Wikingerschiff – Wurzeln, Schiffbau und Entwicklung« interessante Informationen über die Entstehung und Fortentwicklung sowie die Bauweise dieses Schifftyps geben, der es über Jahrhunderte ermöglichte, ansonsten unvorstellbare Schiffsreisen zu unternehmen. Mit diesem Thema wird die Stiftung Oldenburger Wall nicht nur ein Thema mit regionalem Bezug aufgreifen sondern auch wieder einmal die nationalen Grenzen überschreiten, denn auch schon in der Vergangenheit waren die Bereiche rund um die Ostsee und weit darüber hinaus eng miteinander verflochten. Um 1860 wurde in der Niederung westlich des Oldenburger Burgwalls ein nur wenig bekanntes, in Klinkertechnik gebautes, mehr als 15 Schritt (12 Meter) langes Fahrzeug entdeckt. Handelte es sich hierbei um ein »Wikingerschiff « der »civitas Aldinburg maritima« (Adam von Bremen II: 21)? Was charakterisierte die Schiffe der Wikingerzeit, die von Skandinavien ausgehend Kontakte von Kanada bis nach Byzanz und in die islamische Welt ermöglichten? Gab es überhaupt so etwas wie »das Wikingerschiff « in einem engeren Sinne? Der Vortrag wird die Wurzeln des wikingerzeitlichen Schiffsbaus von der Bronzezeit/ vorrömischen Eisenzeit bis in die Merowingerzeit beleuchten. Der Referent, Dozent Dr. Sven Kalmring studierte Ur- und Frühgeschichte in Kiel und Lund/Schweden und promovierte 2008 an der Christian-Albrechts-Universität zum Thema »Der Hafen von Haithabu«. Sven Kalmring arbeitet als Seniorwissenschaftler am Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) in der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf und ist Dozent am Arkeologiska forskninglaboratoriet der Universität Stockholm.

 

16.03.2021 Online-Vortrag  

„Der Masterplan für Gottorf - Die Modernisierung der Schleswiger Museumsinsel“

mit Dr. Ralf Bleile 

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Einladung Dr. Bleile Masterplan Schloss
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 23.01.2020 "Megalithen und Neomegalithen zwischen Erforschung, Ahnenkult und Verzauberung"

                    von Herrn Dr. Ickerodt, dem Leiter des Archäologischen Landesamtes

 

20.02.2020 "Die Rolle des Opferkultes im 1. Jahrtausend n. Chr. in Nordeuropa"

                    von Frau Anna-Theres Sinn

 

 14.11.2019  " Der limes saxoniae auf historischen Karten“

                             von Herrn Jens Boye Volquartz

  

24.10.2019  Fahrstuhl in die Slawenzeit

                     von Bettina Kühnast

 

22.10.2019  Inwertsetzung eines Weltkulturerbes

                  von Dr. Matthias Maluck

 

22.10. 2019  Die Archäologie des Oldenburger Grabens

                      von Dr. Sönke Hartz

 

20.02.2019  "Delbende" gefunden? –  Neues zur Erforschung einer slawischen Wallanlage am limes saxoniae

                    von Herrn Prof. Dr. Frank Nikulka

 

29.11.2018  "Gurke und Quitte. Die Slawen zwischen Konstantinopel und Starigard als Bewahrer der spätantiken Küche. "

                   von Herrn Dr. Helmut Kroll , Archäobotaniker

 

29.03.2018  "Der Oldenburger Wall zwischen Forschung und Denkmalpflege und Echtheit und Authentizität“

                          von Herrn Dr. Ulf Ickerodt , Leiter des Archäologischen Landesamts in Schleswig

 

27.02.2018  Die Expansion der Slawen im frühmittelalterlichen Europa und die Anfänge ihrer Siedlung im Südwesten der Ostsee“

                   von Herrn Dr. Felix Biermann

 

 25.01.2018  "Lebensgeschichten aus dem Starigard des 10. Jahrhunderts - Paläopathologie und Archäologie"

                    von Herrn Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Teegen

 

30.11.2017  Krieg und Gewalt vor 3.250 Jahren : Das bronzezeitliche Schlachtfeld im Tollensetal, Mecklenburg-Vorpommern“

                   von Herrn Dr. Detlef Jantzen

 

19.10.2017 Die schwierigen Stufen der Christianisierung in Wagrien und Polabien (10.-12. Jh.)

                    von Herrn Prof. Dr. Ludwig Steinhoff, Direktor der Professur für Osteuropäische Geschichte an der CAU in Kiel

 

23.03.2017 „Beizjagd bei den Slawen“ von Dr. Herrn Ralf Bleile

 

23.02.2017 „Aktuelle Ausgrabungsergebnisse am Oldenburger Graben“ von Herrn Dr. Jan Piet Brozio

 

19.01.2017 „Der Reliquienbeutel von Starigard“ von Frau Gabriele Zink auf unserer JHV : 

                   Ein Bericht über die mikroskopische Untersuchung des über 30 Jahre eingefrorenen Ausgrabungsblocks

 

24.11.2016  „Die mittelalterliche Ostsiedlung als Migrationsprozess aus archäologischer Perspektive“ von Herrn Dr. Felix Biermann 

 

13.10.2016 Wagrien und Oldenburg in der Landesbeschreibung von Caspar Danckwerth und Johannes Mejer“ von Herrn Jens Boye Volquartz

 

17.03.2016 „Mythos Hammaburg, die spannende Suche nach den Anfängen Hamburgs“ von Herrn Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss

 

25.02.2016 „Neue Forschungen zur Kontinuität und Diskontinuität slawisch-frühdeutscher Plätze in Mecklenburg“ von Herrn Prof. Dr. Frank Nikulka